PERFORMANCEPROGRAMM Utopien vermeiden

Performance

PERFORMANCEPROGRAMM Utopien vermeiden

Wenn im 20. Jahrhundert von Utopien die Rede ist, dann tönt sofort Musik im inneren Ohr. Ob Protestsongs oder Revolutionschöre, ob psychedelische Klangorgien oder wummernde Technobeats, ob Klaviermelodien oder nationale Hymnen, Musik ist ein treuer Wegbegleiter jeglicher Zukunftsvision. Sei es das Ideal einer klassen- und geschlechtslosen Gesellschaft oder die Forderung nach der Abschaffung des Privateigentums, der Traum von Love, Peace & Unity oder die Idee eines kritischen Hedonismus, das Versprechen von Freiheit und Glückseligkeit oder einfach die Hoffnung auf ein besseres Leben ­– immer dient Musik der Stiftung von Gemeinschaft und Mobilisierung der Massen, dem Heraufbeschwören eines alternativen Ortes und der Imagination eines anderen Daseins. Musik ist real gewordene Utopie ­– und sei es auch nur für die Länge einer Schallplattenrille.

In diesem Sinne widmet sich das Performanceprogramm nicht nur allgemein der Begutachtung Klang (und auch Bild) gewordener Weltentwürfe, sondern ganz konkret der kollektiven Produktion und Rezeption, der Zukunft des Planeten und der Geschichte einstiger Zukunftstechnologien, der Alltagstauglichkeit und Mythologisierung von Utopien, der musikalischen Völkerverständigung und nicht zuletzt dem (auf Wunsch auch ganz und gar utopiefreien) Vergnügen.

Kuratorin
Sandra Naumann
DE
Kurator
Peter Zorn
1967
DE

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Utopien
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